Kurz gesagt
Beide Spitex-Formen erbringen Pflege zu Hause und werden von der Krankenkasse mitfinanziert, sofern eine ärztliche Anordnung vorliegt. Der entscheidende Unterschied liegt in Flexibilität, Betreuungskontinuität und Reaktionszeit. Öffentliche und gemeinnützige Spitex-Organisationen sind seit der Einführung der Mehrwertsteuer in der Schweiz 1995 befreit. Seit 2025 gilt diese Befreiung für alle Spitex-Anbieter – auch für private. Die Wahl zwischen privater und öffentlicher Spitex hängt damit wieder an dem was wirklich zählt: Wer bietet die Betreuung, die zu Ihrer Situation passt?
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Öffentliche Spitex | Private Spitex (IAHA) |
| Krankenkassenbeteiligung | Ja, bei anerkannten Leistungen | Ja, bei anerkannten Leistungen |
| Mehrwertsteuer auf Leistungen | Befreit seit 1995 | Befreit seit 2025 |
| Wartezeit bis Start | Je nach Region länger | Meist kürzer |
| Feste Bezugsperson | Nicht immer möglich | Sie suchen IhrPersonal aus |
| Flexibilität der Einsatzzeiten | Begrenzt | Hoch |
| 24/7-Erreichbarkeit | Eingeschränkt | Pflegepersonal Ja |
| Abrechnung | Direkt mit Kasse | IAHA übernimmt vollständig |
| Ansprechperson Familie | Wechselnd | Feste Koordination |
Was hat sich steuerlich verändert – und warum ist das wichtig?
Die Mehrwertsteuer wurde in der Schweiz 1995 eingeführt. Öffentliche und gemeinnützige Spitex-Organisationen waren von Beginn an befreit. Private, gewinnorientierte Spitex-Betriebe mussten hingegen auf hauswirtschaftliche und betreuende Leistungen Mehrwertsteuer entrichten – sofern ihr Jahresumsatz einen bestimmten Schwellenwert überstieg. Das verteuerte die Wahl eines privaten Anbieters künstlich, obwohl die erbrachten Leistungen qualitativ identisch sein konnten.
In der Sommersession 2023 hat das Parlament mit 97 zu 77 Stimmen beschlossen, sämtliche Spitex-Leistungen unabhängig von der Trägerschaft von der Mehrwertsteuer zu befreien. Die Regelung trat am 1. Januar 2025 in Kraft.
«Die steuerliche Gleichstellung war ein wichtiger Schritt. Familien können jetzt wirklich vergleichen – ohne dass eine Steuer das Bild verzerrt. Entscheidend bleibt, welcher Anbieter zur Situation der Familie passt.»
— Rachele Wey, Geschäftsführerin IAHA
Was macht die IAHA – und was nicht?
Die IAHA schickt kein eigenes Pflegepersonal zu Ihnen nach Hause. Die IAHA übernimmt die gesamte Abrechnung für privat angestellte Pflegepersonen und pflegende Angehörige – direkt mit der Krankenkasse. Das bedeutet: Sie oder Ihre Familie bestimmt, wer die Pflege übernimmt. Die IAHA sorgt dafür, dass diese Leistung korrekt erfasst, angeordnet und abgerechnet wird.
«Viele Familien wissen gar nicht, dass sie selbst entscheiden dürfen, wer pflegt – und dass wir genau dafür da sind: um diese Entscheidung administrativ abzusichern und mit der Krankenkasse korrekt abzurechnen.»
— Rachele Wey, Geschäftsführerin IAHA
Wann ist die öffentliche Spitex die richtige Wahl?
Die öffentliche Spitex leistet eine zuverlässige Grundversorgung und ist in den meisten Gemeinden direkt verfügbar. Sie eignet sich, wenn der Pflegebedarf klar definiert ist, keine besonderen Zeitanforderungen bestehen und keine spezialisierte Betreuung nötig ist.
Wann ist die private Spitex die bessere Wahl?
- Sie benötigen eine feste Bezugsperson, die die gesamte Situation der Familie kennt
- Sie brauchen kurzfristige Verfügbarkeit oder Betreuung ausserhalb regulärer Bürostunden
- Die zu betreuende Person hat spezifische Bedürfnisse: Demenz, Behinderung, Palliative Care oder intensive Kinderpflege
- Sie möchten selbst bestimmen, wer pflegt – und dabei rechtlich und administrativ abgesichert sein
Was bezahlt die Krankenkasse?
Anerkannte Pflegeleistungen nach ärztlicher Anordnung werden von der Krankenkasse mitfinanziert – bei öffentlichen wie bei anerkannten privaten Anbietern gleichermassen. Lassen Sie sich die Kostenübernahme vor Beginn der Betreuung schriftlich bestätigen.
Pflegeleistungen sind z.B. Körperpflege wie Duschen, Haare waschen, Haut eincremen, Begleitung beim Toilettengang, Anzieehn von Stützstrümpfen, Nagelpflege usw.
Fazit
Private und öffentliche Spitex-Organisationen unterscheiden sich in Struktur, Flexibilität und Spezialisierung – nicht mehr in der steuerlichen Behandlung. Seit 2025 sind alle Anbieter gleichgestellt. Für Familien mit besonderem Betreuungsbedarf – Kinder mit Beeinträchtigung, Demenzerkrankungen, komplexe Pflegesituationen – bietet ein privater Anbieter wie die IAHA klare Vorteile: Sie bestimmen, wer pflegt. Die IAHA sichert das administrativ ab.
Unsicher, welche Variante zu Ihrer Situation passt?
FAQ
| Frage | Antwort |
| Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer privaten Spitex? | Anerkannte Pflegeleistungen nach ärztlicher Anordnung werden mitfinanziert, auch bei privaten Anbietern. |
| Warum war private Spitex früher teurer? | Private, gewinnorientierte Anbieter mussten auf hauswirtschaftliche und betreuende Leistungen Mehrwertsteuer entrichten. Seit 2025 sind alle Anbieter gleichgestellt. |
| Seit wann sind Spitex-Leistungen mehrwertsteuerfrei? | Öffentliche und gemeinnützige Organisationen sind seit der MWST-Einführung 1995 befreit. Für alle privaten Anbieter gilt die Befreiung seit 2025. |
| Sendet die IAHA eigenes Pflegepersonal? | Nein. Die IAHA übernimmt die Abrechnung für privat angestellte Pflegepersonen und pflegende Angehörige. Sie bestimmen, wer pflegt. |
| Brauche ich eine ärztliche Anordnung? | Ja, für krankenkassenpflichtige Pflegeleistungen ist eine ärztliche Anordnung erforderlich. Die IAHA unterstützt Sie dabei. |
| Was kostet eine private Spitex in Zürich? | Je nach Leistung, für Hauswirtschaft zahlen Sie zwischen CHF 35.00 -60.00 pro Stunde |
| In welchem Gebiet ist die IAHA tätig? | 17 Deutschschweizer Kantone |
| Erhält meine Angehörige immer dieselbe Bezugsperson? | Ja, bei der IAHA haben Sie eine fallverantwortliche Dipl. Pflegefachperson. |
| Kann ich öffentliche und private Spitex kombinieren? | Ja,das ist ein gängiges Modell |
| Was passiert, wenn ich den Anbieter wechseln möchte? | Ein Wechsel ist jederzeit möglich. Bitte beachten Sie die Kündigungsfristen. |
