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Private Spitex in der Schweiz: 7 Kriterien für eine seriöse, gute Organisation

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zuerst

Der Markt für private Spitex in der Schweiz ist gewachsen und die Qualität variiert erheblich. Die sieben wichtigsten Kriterien für eine seriöse private Spitex sind: KVG-Kassenzulassung, Bedarfsfeststellung durch Pflegefachperson, transparente Abrechnung, strukturierte Weiterbildung, Kontinuität der Bezugsperson, erreichbare Ansprechperson und Qualitätssicherung durch regelmässige Hausbesuche. Wer alle sieben erfüllt, verdient Vertrauen. Die IAHA erfüllt alle sieben und bietet zusätzlich eine Gemeinschaft für pflegende Angehörige.

Weitere Informationen: Lohn für pflegende Angehörige – Voraussetzungen und Abrechnung.

Warum private Spitex nicht gleich private Spitex ist

Private Spitex-Organisationen sind in den letzten Jahren in der Schweiz zahlreicher geworden. Das ist grundsätzlich gut – mehr Angebote, mehr Flexibilität, mehr Wettbewerb. Aber es bedeutet auch: mehr Varianz in der Qualität. Nicht jede Organisation, die sich «Spitex» nennt, ist KVG-zugelassen, arbeitet mit Pflegefachpersonen und bietet transparente Abrechnung.

Für Familien ist das ein echtes Problem: Wie erkennt man den Unterschied, bevor man startet? Was sind die Warnsignale, und was sind die Merkmale einer wirklich guten privaten Spitex?

«Wir werden regelmässig von Familien kontaktiert, die schlechte Erfahrungen mit anderen Anbietern gemacht haben – fehlende Abrechnung mit der Krankenkasse, wechselndes Personal, keine Ansprechperson. Das muss nicht sein. Wer weiss, worauf er achten soll, kann das von Anfang an richtig machen.»

— Rachele Wey, Geschäftsführerin IAHA

Diese Kriterien helfen Familien, private Spitex-Anbieter zu beurteilen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Drucken Sie die Checkliste aus und fragen Sie jeden Anbieter danach.

Weitere Informationen: Spitex Schweiz (Branchenverband).

Weitere Informationen: Private Spitex vs. öffentliche Spitex – der vollständige Vergleich.

Kriterium 1: KVG-Kassenzulassung

Nur Organisationen, die nach Bundesrecht als Spitex-Organisationen anerkannt sind (Art. 51 KVV), dürfen Pflegeleistungen mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abrechnen. Ohne diese Zulassung trägt die Familie alle Kosten selbst.

  • Fragen Sie: «Sind Sie nach Art. 51 KVV als Leistungserbringerin anerkannt?»
  • Lassen Sie sich die Zulassung schriftlich bestätigen oder prüfen Sie auf der Website der Kantone

Weitere Informationen: BAG – Pflegeleistungen KVG.

Kriterium 2: Bedarfsfeststellung durch Pflegefachperson

Eine seriöse Spitex-Organisation führt vor Beginn der Pflege eine professionelle Bedarfsfeststellung durch – nicht per Telefon und nicht durch eine Verwaltungsperson, sondern durch eine ausgebildete Dipl. Pflegefachperson vor Ort in einem strukturierten Gespräch.

  • Fragen Sie: «Wer führt die Bedarfsfeststellung durch – und wie?»
  • Ein Pflegeplan muss erstellt und regelmässig aktualisiert werden

Weitere Informationen: physio-swiss / Qualitätsstandards Pflege.

Kriterium 3: Transparente Abrechnung ohne Mehraufwand für die Familie

Die Abrechnung mit der Krankenkasse ist komplex. Eine gute Organisation übernimmt diese vollständig – die Familie erhält keinen Verwaltungsaufwand, keine Formulare, keine Rückfragen von der Kasse.

  • Fragen Sie: «Wer erstellt die Abrechnung und wer überprüft die Zahlungen?»
  • Fragen Sie: «Welche Dokumente muss ich selbst einreichen?»
  • Warnsignal: Die Familie soll selbst mit der Kasse verhandlen

Kriterium 4: Strukturiertes Weiterbildungsangebot für pflegende Personen

Häusliche Pflege erfordert aktuelles Wissen. Eine gute Organisation bietet nicht nur einen Einstiegskurs, sondern regelmässige Weiterbildungen, die pflegende Angehörige und privat Pflegende auf dem neuesten Stand halten.

  • Fragen Sie: «Wie oft gibt es Weiterbildungen und zu welchen Themen?»
  • Fragen Sie: «Übernehmen Sie die Kurskosten?»
  • Warnsignal: Nur ein einmaliger Einführungskurs ohne Folgebildung

Kriterium 5: Kontinuität – feste Bezugsperson für den Pflegebedürftigen

Pflege ist Vertrauenssache. Jeden Tag eine andere Person zu sehen, die sich um Körperpflege, Medikamente und Mobilität kümmert, belastet die pflegebedürftige Person erheblich. Eine gute Organisation stellt sicher, dass ein möglichst stabiles Team – idealerweise eine feste Hauptbezugsperson – beteiligt ist.

  • Fragen Sie: «Wie viele verschiedene Personen betreuen meinen Angehörigen pro Woche?»
  • Fragen Sie: «Was passiert bei Krankheit oder Urlaub?»

Kriterium 6: Erreichbare Ansprechperson – der Notfallplan

Notsituationen kommen immer ungeplant. Eine gute Organisation hat eine klare Ansprechstruktur: Wer ist für diese Familie zuständig, und wie wird man in einem Notfall erreicht?

  • Fragen Sie: «Wen rufe ich an, wenn etwas nicht stimmt?»
  • Fragen Sie: «Gibt es eine Notfallnummer?»
  • Warnsignal: «Melden Sie sich per E-Mail» als einzige Option

Die fallführende Dipl. Pflegfachperson ist per Handy, die Leitung Pflege und Betreuung sowie unsere Office Koordination ist von Montag bis Freitag von 8-17 Uhr erreichbar und wir erarbeiten mit den Familien einen Notfallplan, der zu Hause an einem zentralen Ord abgelegt ist, damit alle Beteiligten wissen, wie zu Handeln ist.

Kriterium 7: Qualitätssicherung durch regelmässige Hausbesuche

Eine Spitex-Organisation, die nur administrativ tätig ist, ohne jemals die Pflegesituation vor Ort zu beurteilen, kann die Qualität nicht sicherstellen. Regelmässige Besuche durch Pflegefachpersonen sind ein Zeichen für echte Verantwortungsübernahme.

  • Fragen Sie: «Wie oft kommt jemand von Ihrer Organisation zu uns nach Hause?»
  • Fragen Sie: «Wer passt den Pflegeplan an, wenn sich die Situation verändert?»
# Kriterium Frage an den Anbieter IAHA
1 KVG-Kassenzulassung «Sind Sie nach Art. 51 KVV anerkannt?» ✓ Ja
2 Bedarfsfeststellung Fachperson «Wer führt die Bedarfsfeststellung durch?» ✓ Pflegefachperson
3 Transparente Abrechnung «Wer erstellt die Abrechnung mit der Kasse?» ✓ IAHA vollständig
4 Strukturierte Weiterbildung «Wie oft gibt es Weiterbildungen? Kostenlos?» ✓ Min. 2 Mal pro Monat, kostenlos
5 Feste Bezugsperson «Wie viele Personen betreuen meinen Angehörigen?» ✓ Familie wählt selbst
6 Erreichbare Ansprechperson «Wen rufe ich bei einem Problem an?» Je nach Situation, IAHA 144, Familie
7 Regelmässige Hausbesuche «Wie oft kommt jemand von Ihrer Organisation zu uns?» ✓ Regelmässig

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist in der Schweiz real und wächst. Laut dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) wird die Nachfrage nach Pflegepersonal bis 2040 erheblich steigen – während gleichzeitig viele Pflegepersonen aus dem Beruf aussteigen oder ins Ausland abwandern. Bis 2040 fehlen in der Schweiz schätzungsweise 40’000 Pflegefachpersonen (Obsan 2025).

Für Familien bedeutet das: Der Druck auf öffentliche Spitex-Organisationen und Pflegeheime steigt. Wartezeiten nehmen zu. Die Flexibilität sinkt. In diesem Umfeld gewinnt das Modell der IAHA an Bedeutung: Wenn die pflegende Angehörige oder eine privat angestellte Person die Pflege übernimmt und IAHA die Abrechnung und Qualitätssicherung trägt, ist die Versorgungssicherheit unabhängig von der Verfügbarkeit im Spitex-Markt.

«Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine Realität, die wir jeden Tag spüren. Deshalb glauben wir, dass das Modell der IAHA – pflegende Angehörige professionell begleiten und abrechnungstechnisch absichern – nicht nur für die Familien gut ist, sondern für das gesamte Schweizer Gesundheitssystem.»

— Rachele Wey, Geschäftsführerin IAHA

Weitere Informationen: Obsan – Pflegepersonal Schweiz.

Weitere Informationen: Seniorenbetreuung zu Hause – der Leitfaden für Familien.

Technologischer Fortschritt und die Zukunft der häuslichen Pflege

Telemedizin, digitale Pflegedokumentation und Smart-Home-Lösungen verändern die häusliche Pflege. Für Familien bedeutet das in naher Zukunft: bessere Vernetzung zwischen Hausarzt, Spitex und Pflegenden, lückenlose digitale Dokumentation und Frühwarnsysteme für gesundheitliche Veränderungen.

Die IAHA verfolgt diese Entwicklungen aktiv und passt ihre Prozesse laufend an, damit pflegende Angehörige von neuen Werkzeugen profitieren können, ohne technische Hürden überwinden zu müssen.

Weitere Informationen: Wie funktioniert die IAHA? Ablauf Schritt für Schritt.

Fazit: Wer die 7 Kriterien stellt, trifft die richtige Wahl

Der Markt für private Spitex wächst – und damit die Varianz in der Qualität. Die sieben Kriterien in diesem Artikel helfen Familien, seriöse von weniger seriösen Anbietern zu unterscheiden. KVG-Zulassung, Bedarfsfeststellung, transparente Abrechnung, Weiterbildung, Kontinuität, Erreichbarkeit und Qualitätssicherung sind nicht verhandelbar.

Die IAHA erfüllt alle 7 Kriterien – jetzt Pflegerechner ausfüllen.

iaha.ch/pflegerechner | Kostenlos | 2 Minuten

Weitere Informationen: Pflegerechner – in 2 Minuten den eigenen Lohn berechnen.


FAQ

Frage Antwort
Woran erkenne ich eine gute private Spitex in der Schweiz? An sieben Kriterien: KVG-Kassenzulassung, Bedarfsfeststellung durch Pflegefachperson, vollständige Abrechnung mit Krankenkasse, regelmässige Weiterbildungen, feste Bezugsperson, erreichbare Ansprechperson und Qualitätssicherung durch Hausbesuche.
Was bedeutet KVG-Kassenzulassung bei der Spitex? Nur nach Art. 51 KVV anerkannte Organisationen dürfen Pflegeleistungen mit der Krankenkasse abrechnen. Ohne diese Zulassung trägt die Familie alle Kosten selbst.
Was ist der Unterschied zwischen privater und öffentlicher Spitex? Private Spitex-Organisationen sind unabhängig von Gemeinden und Kantonen und bieten oft mehr Flexibilität. Beide können kassenzugelassen sein. Der Vergleich der Modelle und Kosten: iaha.ch/private-spitex-vs-oeffentliche-spitex.
Welche Fragen soll ich einem privaten Spitex-Anbieter stellen? Die 7-Punkte-Checkliste aus diesem Artikel gibt die wichtigsten Fragen vor: KVG-Zulassung, Wer macht die Bedarfsfeststellung?, Wer rechnet ab?, Wie oft gibt es Weiterbildungen?, Wie viele Personen betreuen meinen Angehörigen?, Wen rufe ich an?, Wie oft kommen Sie zu uns?
Sendet die IAHA Pflegepersonal? Nein. Sie bestimmen, wer pflegt – die IAHA übernimmt die KK-Abrechnung, Bedarfsfeststellung und Qualitätssicherung.
Was kostet eine private Spitex wie die IAHA? Die Teilnahme bei der IAHA ist kostenlos. Keine Mitgliedsbeiträge, keine Verwaltungsgebühren. Pflegeleistungen werden über die Krankenkasse abgerechnet.
Wie gross ist der Fachkräftemangel in der Schweizer Pflege? Bis 2040 schätzungsweise 40’000 Pflegefachpersonen
Welche Rolle spielt die Technologie in der häuslichen Pflege? Telemedizin, digitale Dokumentation und Smart-Home-Lösungen verbessern die Vernetzung und Sicherheit in der häuslichen Pflege. Die IAHA setzt auf laufende Anpassung ihrer Prozesse.
Wie starte ich mit der IAHA? Pflegerechner auf iaha.ch/pflegerechner ausfüllen – dauert ca. 2 Minuten. Danach nimmt die IAHA aktiv Kontakt auf.
Ist die IAHA in meinem Kanton tätig? Die IAHA ist in 17 Kantonen der Deutschschweiz tätig, rufen Sie uns an.

Kontaktinformationen

IAHA – International Association for Healthy Aging
info@iaha.ch
044 208 88 44
Seefeldstrasse 62, Zürich

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